Arbeitskreis Arbeits- und Gesundheitsschutz zu Besuch bei Hasco in Lüdenscheid

14.11.2025 | Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Arbeits- und Gesundheitsschutz der IG Metall Märkischer Kreis, um in der Region Betriebsbesichtigungen in ansässigen Unternehmen durchzuführen. Diesmal traf man sich bei dem Normalien-Hersteller Hasco Hasenclever GmbH & Co KG im Wiesental 77. Insgesamt 17 interessierte Teilnehmer von 12 verschiedenen Firmen, fanden sich bei HASCO ein

Dirk Hecker als Betriebsratsvorsitzender und Andreas Hartschwager als Sicherheitsfachkraft begrüßten die Arbeitsschützerinnen und Arbeitsschützer und hießen sie im Hause HASCO willkommen. Die beiden hatten auf Bitten des Sprechers des Ausschusses, Wolfgang Holland, mit der Geschäftsführung diesen Termin schon vor längerer Zeit vereinbart und genehmigt bekommen. 

Danach stellte sich die neue Gewerkschaftssekretärin Nicole Lira vor, welche heute Fabian Ferber vertrat und bedankte sich bei den beiden HASCO-Mitarbeitern, welche es ermöglicht hatten, heute hier eine Betriebsbegehung durchzuführen. 

Bevor die Kollegen Hecker und Hartschwager Ihre Präsentationen starteten, erschien aus dem HASCO Bereich Marketing Frau Vanessa Gomer, welche einige Fotos während der Veranstaltung machte und die Gruppe auch teilweise beim Rundgang begleitete. 

Zum Anfang zeigten die beiden eine Präsentation mit einem kleinen Film von HASCO und erzählten einiges zur 100-jährigen Geschichte. Die kleine Zeitreise ging von der Gründung 1924 über die Einführung des Normalien-Baukastens 1962 bis zu der 2012 vollautomatisierten Plattenfertigung und dem heutigen vollautomatischem Kleinteilelager, wo eine riesige Produktvielfalt gelagert und entsprechend dann für die Versendung an die Kunden bearbeitet wird. All dies sollte man später aber noch „live“ sehen und entsprechend erklärt bekommen. 

Vereinzelte Fragen wurden aber auch von den beiden Kollegen schon zwischendurch entsprechend beantwortet. Bevor es dann zur eigentlichen Besichtigung ging, gab es natürlich, so wie es sich gehört für Arbeitsschützer, eine Sicherheitsunterweisung für die Teilnehmer. Ausgerüstet mit Sicherheitswesten und digitale Tourguide System ging es hinüber zur Produktionshalle. 

Auf dem Weg dorthin faszinierte die Teilnehmer bereits die Späne-Anlage. Abgesaugt und über Schläuche werden dort die abgearbeiteten Späne der jeweiligen Bearbeitungsmaschinen in riesigen Containern gehexelt. Aber auch die Sprinklerzentrale beziehungsweise der „Wasserturm mit 480.000 Litern und 7 Metern Höhe“, welcher für den Fall eines Brandes im Hochregallager (3.500 Stellplätze ) gesetzlich vorgeschrieben ist, hinterließ bereits einen Eindruck, bevor uns der Gruppenleiter Herr Sefarettin Mese im Empfang nahm. 

Dann begann der Rundgang entlang der Wertschöpfungskette mit dem Anliefern und Ablegen der Stahlplatten. Bei Bedarf werden diese über Rollbahnen an die ersten Sägen zum ersten Bearbeitungsschritt transportiert. Beispiele für den Sägeschnitt wie auch die eingesetzten Sägeblätter wurden den Teilnehmern an Vorführobjekten gezeigt und erklärt. Auch die verschiedenen Arbeitsschritte an den verschiedenen Bearbeitungsmaschinen in der „neuen Halle“ wurden von Herr Mese haarklein dargestellt. 

Auch in der „alten Halle“ wurde den Besuchern die große Linie der vier Bearbeitungsmaschinen gezeigt. An einer hatte Herr Mese extra für uns mal so einen Bearbeitungsturm herausgefahren, um den Teilnehmern zu zeigen, wie und wo die Platten zur Bearbeitung aufgespannt werden. Vorbei an Instandhaltung / Meisterbüro und der Arbeitsvorbereitung ging es zum Schluss zur Verpackung, wo auch auf Rollbahnen die auszuliefernden Platten mit Korrosionsschutz versehen und eingepackt werden, um dann unterirdisch auf die andere Straßenseite zum Versand und damit zum Kunden verschickt werden. 

Der Sprecher des Arbeitskreises Wolfgang Holland bedankte sich im Namen aller für den guten und sehr professionell von Herrn Mese geführten Rundgang und zeigte auch sein Erstaunen über die strukturiert geführten Abläufe. 

Bevor es nun aber zurück zum Learningcenter (LC) ging, zeigte der HASCO-Mitarbeiter Stephan Zlobinski den Arbeitsschützern noch kurz das Vollautomatische Kleinteilelager, wo insgesamt 20 Roboter ca. 720 Auslagerungen in der Stunde in bis zu 24.000 Boxen mit bis zu einem Gewicht von 35 kg abfertigen. 

Dann ging es zum LC zurück. Bevor man mit der Feedbackrunde weitermachte, gab es noch ein paar Leckereien, die man sich nach der anstrengenden Tour auch verdient hatte. 

Gestärkt wurde dann noch bis in den frühen Abend über Gesehenes gesprochen und auch einige Fragen gestellt. Alle waren der Meinung, einen interessanten und Informativen Nachmittag verbracht zu haben und nahmen neben der kleinen Geschenktüte von HASCO auch einige nützliche Ideen zur Umsetzung, gerade was den Arbeits- und Gesundheitsschutz anbelangt, mit. 

Bevor es aber endgültig „auf Wiedersehen“ hieß, bedankte sich der Kollege Holland bei den beiden Organisatoren und bat auch im Namen aller sich bei der Geschäftsleitung nochmals zu bedanken. 

Bericht: Dirk Hecker

Von: jl

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