Solidarität mit HKM-Beschäftigten: Standort in Duisburg muss für NRW gerettet werden – sonst drohen Kollateralschäden im ganzen Land

22.01.2026 | Die IG Metall Märkischer Kreis erklärt ihre Solidarität mit den Beschäftigten der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg. Betriebsrat und IG Metall kämpfen gemeinsam mit der Belegschaft in Duisburg für die Zukunft des integrierten Hüttenwerks, das Stahl und Vorprodukte für die stahlverarbeitende Industrie herstellt. Die Gewerkschaft hat sogar schon zur zwischenzeitlichen Niederlegung der Arbeit aufgerufen.

Für die Belegschaft ergibt sich eine erhebliche Unsicherheit, da seitens der Gesellschafter bislang keine konsistente und tragfähige Zukunftsperspektive kommuniziert wurde. Das betrifft insbesondere das Verhalten der thyssenkrupp Steel Europe AG. „Wenn es keine Zukunft für HKM in Duisburg gibt, wird das Konsequenzen für die gesamte Wertschöpfungskette im südwestfälischen Raum haben“, erklärt Fabian Ferber, Erster Bevollmächtigter der IG Metall im Märkischen Kreis. „Die bei HKM hergestellten Brammen werden in unserer Region tonnenweise gewalzt und später zur Weiterverarbeitung zum Beispiel in Stanzereien der Region geliefert. Später landet das Material beispielsweise in der Automobil-, Elektro oder Möbelindustrie. Wir haben in den letzten Jahren doch gelernt, wie wichtig sichere Wertschöpfungsketten sind. Ein Ende bei HKM könnte bedeuten, dass sich unser Industriestandort noch abhängiger von anderen Weltregionen macht. Wir dürfen diese Gefahr auch für den Mittelstand nicht zulassen. Politik und Wirtschaft dürfen hier nicht bloß zusehen.“

Insbesondere hebt die märkische IG Metall hervor, dass sich HKM in den letzten Jahren verstärkt auf den Weg in die Erneuerung der gesamtem Stahlindustrie gemacht habe. „Ob es um die Zurückführung des Ausstoßes von CO2 oder auch die Gewinnung neuer Geschäftsfelder geht: HKM hat im Interesse der Beschäftigten vor Ort Maßnahmen ergriffen, um dauerhaft Beschäftigung zu erhalten. Das ist von zentraler Bedeutung für die gesamte Wertschöpfungskette rund um den Werkstoff Stahl. Stahl muss Zukunft haben, sonst fehlt die Perspektive für einen großen Teil der deutschen Industrie. Deswegen stehen wir klar an der Seite der Beschäftigten der Hüttenwerke Krupp Mannesmann“, so Ferber abschließend. 

Von: jl

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